ZARASAI

Die Bezirksstadt hoch im Nordosten Litauens liegt besonders malerisch zwischen romantischen Seen und Wäldern. Sie reicht unmittelbar an die Seen Zarasai, Zarasaiciai und Griezta, wobei der erste mit 372 Hektar Fläche der größte und mit vier Inseln auch der
schönste ist.
Die Ortschaft ist wohl uralt, erwähnt wird sie jedoch erst im 16. Jahrhundert, als sie in den Besitz des Bischofs von Vilnius überging. Damals wurde auf einer der Inseln ein Kloster samt Kirche gebaut. Aber später wurde das Kloster nach Antaliepte, und die Kirche ans Ufer verlegt (1530). Der Ort hat oft seinen Namen gewechselt. Die Polen nannten ihn Jeziorasy, die Deutschen Ossersee, und der Zar verfügte, ihn zu Ehren des Kronprinzen  Novoaleksandrowsk zu nennen, wie er denn auch von 1836 bis 1918 ofizielt hieß. Dann wurde versucht, es Ezerenai (von ezeras - der See) zu nennen, aber auch dieser Name hielt
sich nicht, und so heißen Zarasai seit 1929 wieder Zarasai.
Mit dem Eisenbahnbau 1835 begann der Marktflecken, in dem Wochenmärkte und Messen stattfanden, rasöh zu wachsen. Die Kirche der .Himmelfahrt Mariens wurde in den Jahren 1842 bis 62 im eklektischen Mischstij errichtet.

Aus "Durch Litauen und ehemaliges Ostpreussen". Vilnius, „Mokslas", 1990

 


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Erneut: 2012.07.27
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