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Die Ausstellung "Das jüdische Erbe in Šiauliai: Kaufleute Frenkel
Im Rahmen der litauischen Architektur ist das Jugendstilgebäude
der Familie Frenkel das wertvollste Objekt, dass das kulturelle Erbe
der Juden repräsentiert.
Im Jahre 1909 machten die Juden 56,4 Prozent der Stadtbewohner aus.
Die bedeutendsten Vertreter der jüdischen Gemeinde in Šiauliai waren
Vertreter der Familie Frenkel - Fabrikanten, Händler und Mäzene.
Anfang des 20. Jh. hatten sie zweifellos einen erheblichen Einfluss
auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt.
Es gibt fast keine erhalten gebliebenen Fotos des Wohnumfeldes der
Familie. Der erste Stock der Dauerausstellung ist den Kaufleuten
Frenkel gewidmet. Die Kariere von Ch. Frenkel wird dargestellt: von
einem bescheidenen Gerber bis zum Millionär und Lederkönig. Man
erzählt über Erfolg und Popularität der Lederfabrik, über das
Phänomen Ch. Frenkels. Die Informationsplakate stellen die karitative
Arbeit der Familie der Stadt und der jüdischen Gemeinde gegenüber
vor: die Talmud-Thora-Schule, die Synagoge der Fabrikarbeiter, das
jüdische Krankenhaus, das Altersheim u. a. Heutzutage befinden sich
in den genannten Gebäuden Bildungs-, Kultur- und
Gesundheitseinrichtungen der Stadt Šiauliai.
Die 100-järige Geschichte des Wohnhauses der Familie Frenkel wird
anschaulich präsentiert. Das im Jahr 1908 errichtete Gebäude gehört
zu den wenigen Jugendstilgebäuden des 20. Jh. in Litauen. Bis 1940
wurde die Villa als Wohnhaus der Familie Frenkel benutzt. Im linken
Flügel des Hauses existierte 14 Jahre lang das hebräische Gymnasium
von Šiauliai. Im Jahre 1940 begann eine andere historische Zeit, die
länger als 50 Jahre dauerte (deutsches und später russisches
Militärkrankenhaus). Seit 1993 gehört das Haus dem „Aušros“- Museum.
1995 wurde mit der Restaurierung begonnen. Heutzutage funktioniert
die historische Villa als ein Kulturzentrum mit einer
Museumsausstellung. Es bietet eine Vielfalt von kulturellen
Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten. Die Frenkel - Villa wird
zu einem wichtigen Ort für internationale Treffen der hochrangigen
Staatsfunktionäre.
Die Dauerausstellung repräsentiert zugleich die Besonderheiten der
jüdischen Kultur vom Ende des 19. - Anfang des 20. Jh.,
veranschaulicht das Leben der berühmtesten Familie von
Šiauliai sowie die historische und architektonische Genese des
Gebäudes.
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