ALEXANDER-PUSCHKIN -
  LITERATURMUSEUM 

Adresse
Besuchszeiten
Zusätzliche Angebote
Museumsbestände
Dauerausstellung
Wechselausstellungen
Kulturelle und aufklärerische Tätigkeit
Fragmente der Museumsgeschichte

 



Alexander-Puschkin-Literaturmuseum
 


Adresse
Subaciaus g. 124, LT-11345, Vilnius.
Tel. +370~5~2600080.
Fax +370~5~2600080.
E-mail: info.puskino@vilniausmuziejai.lt

http://www.vilniausmuziejai.lt/a_puskinas/a_p_files/a_p_index/a_p_index.htm

Besuchszeiten
Mittwoch Sonntag 10.0017.00 Uhr.

Zusätzliche Angebote
Die Dienstleistungsentgegennahme und Informationserteilung werden unter folgenden Telefonnummern geleistet: +370~5~2600080, +370~5~2601450, per Fax +370~5~2600080,
e-mail puskinap@takas.lt
Den Besuchern bieten wir an:
Individuell (ohne Museumsführung) sich mit der Museumsexposition und den Dauerausstellungen bekanntzumachen
Preise der Eintrittskarten:
für Schüler u. Studenten 2 Lt; für Erwachsene 4 Lt.
*Die Preise der Eintrittskarten können verändert werden.
MarkuciaiExkursionen zu bestellen (mit der Museumsführung)
Preise mit der Museumsführung:
für Schüler u. Studenten - 3 Lt; für Erwachsene: für Gruppe bis 10 Leute - 40 Lt; für Gruppe über 10 Leute - 40 Lt. und Eintrittspreis (pro Person 4 Lt.).
*Die Preise der Eintrittskarten können verändert werden.
Wanderausstellungen und Abfahrtsveranstaltungen zu den anderen Objekten zu bestellen
Das Museum hat vorbereitet und hat Möglichkeit, folgende Wanderausstellungen einzurichten: „Leben und Schaffen von A. Puschkin“, „A. Puschkin und Litauen“, „A. Puschkin im künstlerischen Schülerschaffen“, „Zeichnungen von W. Puschkina“, „Leben im Gutshof Markuciai“, „Museen von A. Puschkin“, „A. Otto-Onegin Museum in Paris“, „A. Puschkin in Exlibris“. Für die Wunschhabenden schlagen wir zu diesen Themen die von unseren Fachleuten vorbereiteten Vorträge und die vom Museum vorbereiteten Konzerte vor.
Mit den im Museum anhäufenden Videofilmen sich bekannt zu machen
Im Museum ist ein Sal mit 25 Sitzplätzen für die Videofilme eingerichtet. Wir bieten den Besuchern an, sich die Videofilme entsprechend der Thematik der A. Puschkins Werke anzuschauen, sich mit dem Dokumentarfilm über Leben und Schaffen von A. Puschkin und der Chronik über die Erinnerungspflege an A. Puschkin in Litauen und anderen Ländern bekannt zu machen.
Preis der Eintrittskarte - 1 Lt. pro Person.
*Der Preise der Eintrittskarte kann verändert werden.
Literaturstunden, Seminare, Konferenzen, sachliche Treffen, Fotosessionen und andere Veranstaltungen im Museum vorzubereiten
Für die Wunschhabenden schlagen wir vor, im Museumsgastzimmer mit 30 Sitzplätzen, im Sal mit 25 Sitzplätzen für die Videofilme die Literatur -und Geschichtestunden, Seminare, Konferenzen, sachliche Treffen, Konzerte sowie andere Veranstaltungen vorzubereiten. Es ist die Möglichkeit die Museumsinnenausstattung für die Fotosessionen zu benutzen.
Bibliothek und Archiv sich zu benutzen
In der Museumsbibliothek sind mehr als 1500 Stck. von Ausgaben. Der größte Teil davon - über Leben und Schaffen von A. Puschkin, seine Nächsten und Zeitgenossen, viele Kritik -und Forschungsarbeiten, Ausgaben über die Pflege der Erinnerung an den Dichter in Litauen und im Fremdland.
Im Museumsarchiv werden die Unterlagen über den Gutshof Markuciai in der Lebenszeit von Grigorij und Warwara Puschkin aufbewahrt.

Museumsbestände
Im A. Puschkin Literaturmuseum sind über 8000 Exponate bewahrt: die übernommenen Erbewerte der Grigorij und Warwara Familie (Möbel, Haushaltsgegen-stände, Manuskripte, Photos und Photonegative, Bücher und andere Ausgaben Ende des 19. Jh. - erste Hälfte des 20 Jh.) sowie die Exponate, die das Museum 1940 - 2005 angeschafft hatte, unter denen 1984 übernommene Fondswerte des Dichters P. Antokolski - Bibliothekbücher, Manuskripte, Memorialsachen und Kunstwerke (über 2000 Stck.).
Der Museumswertfonds ist in den Hauptfonds (authentische oder seltene Exponate) und Hilfsfonds (Exponate, die man der Museumstätigkeit braucht und die die Museumsziele widerspiegeln) eingeteilt.
2002 sind 349 Exponate des Hilfsfonds (das ehemalige Expositionsmaterial, das  J. Kolasas und J. Kupala bestimmt wurde) der gesellschaftlichen weißrussischen Organisationsvereinigung Litauens übergeben, um das Museum zu gründen.
Bei der Ergänzung des Museumssammlungsfonds arbeitet man nach einigen thematischen Richtungen: Persönlichkeit des Dichters Aleksandr Puschkin, Schaffen, gesellschaftliche Tätigkeit, ihn umgebende Umwelt, „A. Puschkin und Litauen“, - die Verewigung und Pflege des Dichters Andenken in Litauen, Persönlichkeiten Grigorij und Warwara Puschkin, ihre gesellschaftliche Tätigkeit und sie umgebende Umwelt, Alltag des Adelstandes Vilnius in der Mitte des 19. Jh. - der ersten Hälfte des 20 Jh., Sitten und Bräuche, die Heimatkunde der Gegenden und Umgebungen Markuciai.
Im Museum wird auch ein Archivsteil der Grigorij und Warwara Puschkin Familie bewahrt, der 1946 nach Russland zur Aufbewahrung ins Literaturinstitut „Puschkinskij dom“ herausgefahren war (Familienbriefe, MarkuciaiUnterlagen des Gutshofes Markuciai sowie ihre Kopien).

Dauerausstellung
Das Ensemble des Alexander-Puschkin-Literaturmuseums besteht aus dem Hauptgebäude des ehemaligen Gutshofs, dem 18 ha großen Park mit einigen Teichen, der St.-Barbara-Kapelle und dem Denkmal für A.Puschkin von B.Vysniauskas.

Gedenkstätte
Als der Ingenieur, Fachmann für den Bahnbau, General Aleksej Melnikow nach Vilnius kam, um den Bahnbau Peterburg - Vilnius zu bauen, hat den Gutshof Markuciai gekauft und begann das Sommerhaus (heute das Gebäude A. Puschkins Literaturmuseum) zu bauen. Die Bauarbeiten wurden 1868 beendet.
1875 beim Heiraten vom Vasilij Moschkow hat A. Melnikow für die Tochter Warwara den Gutshof Markuciai als die Mitgift geschenkt. Nach der Ehescheidung mit V. Moschkow und nach der Eheschließung mit Grigorij Puschkin (1883) kam Warwara nach Markuciai erst im Jahre 1899. Im Gutshof Markuciai wohnte sie mit ihrem Ehemann bis zum Tode. Das Wohnhaus - Museumsgebäude, außer dem Maueranbau und manchen Innenausstattungselementen, hat es sich unverändert geblieben. Noch beim Leben in Michailowskoje, haben Grigorij und Warwara Puschkin bei den Vilnius Meistern die Möbel für Sommerhaus Markuciai bestellt zu erzeugen. Die meisten Möbel sind aus dem Eichenholz der Umgebungen Vilnius erzeugt. Sie sind mit Wappen des Puschkin Geschlechtes und Warwara Puschkina Initialbuchstaben geziert. Die Möbel wurden erhalten geblieben und in der Gedenkstätteexposition, wo der authentische Alltag der Gutsbesitzer Vilnius Ende des XIX. Jh. - Anfang des XX.Jh. aufbewahren wurde, ausgestellt.
In einem Expositionszimmer - in der A. Puschkins Ecke - sind der Kartentisch und mit dem grünen Samtstoff bezogene Sessel bewahren, die dem Herren Aleksandr Puschkin gehört hatten und die Grigorij und Warwara aus Michailowskoje mitgebracht hatten hatten. Die Wände dieses Zimmers sind mit der Leinwand versorgt, die von den Leibeigenen Mädchen Michailowskoje handgearbeitet gestickt wurde (gemäß den gebliebenen Mustern wurde die Kopie der Textilmeister Vilnius gemacht).
Im Schrank aus dem Rotholz sind 21 Bücher des A. Puschkins Schaffens bewahrt, die noch am Leben des Dichters herausgegeben wurden. Das ist ein echter Kunstschatz, weil es am Leben des Dichters insgesamt nur 34 Bücher veröffentlicht wurden. In der Exposition sind von V. Puschkina gemalte Bilder, Applikationen, Familienphotos.

Aleksandr Puschkin (17991837)
Die Exposition macht die Besucher mit den Hauptetappen des Lebens und Schaffens vom Dichter bekannt.
17991811 Kindheit;
18111917. Die Jahre im Lyzeum;
18171820. Zeitraum in Peterburg;
18201822. Verbannung nach Südrussland;
18241825. Verbannung nach Michajlowskoje;
Ehe mit Natalia Gontscharowa ;
Duelle und Tod.

Ausstellung “Alexander Puschkin und Litauen”
A. Puschkin hat sowohl Vilnius als auch Litauen nicht besucht. Man setzt aber den Dichter in den biographischen und literarischen Beziehungen zu Litauen. 1883 hat der jüngste Dichtersohn Grigorij in Vilnius geheiratet und 18991905 in Markuciai mit seiner Frau Warwara gewohnt. Hier wurden sie auch begraben. Man meint, dass in Vilnius, in der russischen Kirche Piatnizkaja der Zar Peter I. den Dichterurgroßvater Ibrahim Hanibal getauft hatte.
Die Exposition macht die Besucher mit der Geschichte der Übersetzungen Puschkins Werk ins Litauisch und den Übersetzern sowie mit Aufführungen, nach den Puschkins Werkmotiven in den litauischen Theatern, bekannt.

Übersetzungen der Werke von A. Puschkin und Übersetzer
Das erste Werk von A. Puschkin, der ins Litauische übersetzt wurde, ist das Gedicht „Ertrinken“ , das im litauischen Kalender „Auschra“ 1885 veröffentlicht wurde. Später wurden die Fragmente aus
„Eugen Onegin“ von S. Dagilis übersetzt, von P. Vaitschaitis „Der geizige Ritter“ und das unbeendete lyrische Drama „Nixe“ . 1902 in Suvalkai wurde A. Puschkin „Märchen über Fischer und
Fisch“
herausgegeben und 1913 die erste Kritikarbeit - Artikel von M. Gustaitis „Puschkin
und Krimsonette“
veröffentlicht.
In den Schaukästen sind die Handschriften der Übersetzer, Photos, in Litauisch herausgegebene Bücher sowie von den Malern geschaffte Illustrationen ausgestellt.

Werke von A. Puschkin auf den litauischen Theaterbühnen
Die Exposition erzählt über die Aufführungen von A. Puschkins Werken in den Theatern Litauens seit 1923, als die Premiere der P. Tschaikovskij Oper „Eugen Onegin“, im Staatstheater Kaunas stattgefunden hatte, die später mehrmals auf der litauischen Bühne aufgeführt wurde.
In der Exposition sind viele Photos, Aufführungsprogrammen und Aushänge, Kostümskizzen, die von den Malern M. Dobushinskis, N. Selinskis, M. Perzovas geschafft wurden.
Es ist weit die Aufführungsentwicklung der A. Puschkins Werke im nationalen litauischen Operhaus vorgestellt (1981 die aufgeführte Oper „Boris Godunow“, 1934 und 2002 - „Pikdame“, 1963 - „Mozart und Salieri“, 1948 - „Nixe“, 1951 - „Masepa“, 1950 -
„Bachshschisaraij Springbrunnen“
).

Wechselausstellungen
Das Museum veranstaltet ständig literarische, fotografische, numismatische Ausstellungen sowie Ausstellungen der bildenden und angewandten Kunst.

Alexander-Puschkin-LiteraturmuseumKulturelle und aufklärerische Tätigkeit
Im Museum verläuft ein intensives Kulturleben: es werden die Literatur -und Musikabende, Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen vorbereitet, der Andenkensdaten gedenkt Das Museum arbeitet mit den anderen Museen Litauens und Auslands, Bildung -und Kulturanstalten, nicht staatlichen Organisationen zusammen, erfüllt die Bildung -und Edukationstätigkeit. In den Sälen der Wechselausstellung werden die Ausstellungen über das A. Puschkins Leben und Schaffen, seine Andenkenspflege, Zeitgenossen, Gegend Markuciai veranstaltet. Es werden auch die Ausstellungskataloge herausgegeben.
Im Museumsgastzimmer waren zu Gast die besten Schauspieler und Solisten - V. Jefremow, N. Ambrasaityte, V. Prudnikowas, V. Noreika, A. Berba, S. Jantschaite, L. Nasarenko, R. Alechnovitsch u.a., Schauspieler aus Lettland L. Lenzas und S. Widiakina.
Seit 2001 wird vom A. Puschkin Literaturmuseum und Verehrerverein des Dichters A. Puschkin der Wettbewerb der Schülerlaienkunst „Mein Aleksandr Puschkin“ veranstalten, dessen Hauptbedingung ist, in den Arbeiten Dichterspersönlich-keit, seine Lebensepisode, Werkgestalten, auch Markuciai oder das Literaturmuseum in Vilnius zu verewigen und das Ziel - die Schüler für das Schaffen eines weltberühmtes-ten Dichtes und die Persönlichkeit zu interessieren und anzuregen, sich darauf stolz zu sein, dass Litauen, Vilnius ein von nicht vielen Orten ist, der sich mit Namen Puschkin nicht nur in den literarischen sondern auch biographischen Beziehungen verbunden wurde und der sehr populär unter den Schülern Litauens ist. Die Museumsbesucher bezaubern die grenzenlose Kinderphantasie, Erfindungsgabe und das Talent.
Die engen Beziehungen der Kulturzusammenarbeit wurden mit den A. Puschkins Museen in Moskau und Sankt Peterburg, dem russischen Literaturinstitut „Puschkinskij dom“ der Wissenschaftsakademie Russlands, dem Dichtermuseum in Michailowskoje, dem Verehrerverein des Dichters A. Puschkin sowie den Vereinen A. Puschkins in Riga und Talin, den Vereinen der nationalen Minderheiten Litauens, den Botschaften der Föderation Russland und anderen Staaten geschlossen. Die große Aufmerksamkeit schenken wir den Tourismus verbreitenden Gesellschaften.

Fragmente der Museumsgeschichte
Der größte Wunsch und die Sorge von Warwara Puschkina (1855 - 1935) nach dem Tod des Ehemannes (1835 -1905) Grigorij waren die habenden Reliquien des Dichters A. Puschkin zu bewahren und das Gehöfthaus Markuciai ins Zentrum des Andenkens-pflegen an den Dichter in Vilnius zu verwandeln.
Solchen Wille hat sie 1935 in ihrem Testament geäußert, der als Vorwand für die Museumsgründung geworden wurde.
Das Zentralgehöft Markuciai mit dem ganzen Inventar wurde von ihr der russischen Gesellschaft Vilnius für die Vormundschaft vermacht und beauftragt im Gutshof das Museum von A. Puschkin zu gründen und es zu verwalten.
Da der ganze Gutshof Markuciai mit dem der russische Gesellschaft Vilnius vermachten Anteil noch beim Leben von W. Puschkina in den Schulden versank, wurde der Testamentvollstrecker verpflichtet, nach dem Verkauf vom gebliebenen Gutshof die Verschuldungen zu liquidieren und den der russischen Gesellschaft Vilnius vermachten Gutshofanteil ohne Verschuldungen in das Eigentum zu übergeben.
1935, nach dem Tod der Besitzerin des Gutshofes Markuciai, begann der Testamentvollstrecker Wladimir Nazimow das Testament zu vollziehen: die Fragen der Gutshofverschuldungsliquidierung zu lösen sowie sich um das Auffinden der von der Erblasserin hingewiesenen Voraussetzungen zu kümmern, das Museum von A. Puschkin im Zentralgehöft des Gutshofes zu gründen. Es wurde aber für W. Nazimow nicht gelungen, den Testamentanteil zu vollziehen, nach dem es ihm beauftragt wurde, den ganzen Gutshof Markuciai zu liquidieren, die Verschuldungen zu begleichen und das vermachte der russischen Gesellschaft Vilnius Zentralgehöft des Gutshofes für die Gründung des Museums zu übergeben: in Litauen veränderten sich die Staatsordnung und die Eigentumsform, bis dann funktionierende Organisationen haben ihre Tätigkeit angehalten - darunter auch die russische Gesellschaft Vilnius, derer viele Mitglieder bereits festgenommen, verbannt oder ins Gefängnis eingesperrt wurden. Die Gutshöfe in Litauen darunter auch der Gutshof Markuciai waren nationalisiert.
Weiter begann sich um die Verewigungsfragen des Andenkens von A. Puschkin in Vilnius die gebildete Regierung der Litauischen SSR zu kümmern, die im vierten Jahrzehnt das Museum zum Dichterandenken gegründet hatte.
1940-1949 funktionierte das Museum als eine Anstalt, die zu den Kultur -und Bildungsanstalten am Ministerrat der Litauischen SSR gehörte. 1949-1955 gehörte es zur Wissenschaftsakademie der Litauischen SSR und 1955-1984 zum Kulturministe-rium der Litauischen SSR. 1984-1986 im Zeitraum der Generalreparatur wurde das Museum der Kulturverwaltung des Ausführungskomitees der Stadt Vilnius zugeordnet, später - 1986-1990 wurde es in die Unterabteilung des Schriftstellergedenkmuseums reorganisiert. Vom 1990 gehört das Museum zur Stadtverwaltung Vilnius.

Die Fotografien sind der Broschüre “Alexander-Puschkin-Literaurmuseum”
(Vilnius, 1999) entnommen


© Das litauische Museum für bildende Kunst
© In der Assoziation der litauishen Musee
© Samogitia Kulturstiftung
© Institut für Mathematik und Informatik

Erneut: 2006.09.01
Anregungen, Fragen: samogit@delfi.lt