UTENA
Das einst verschlafene Kleinstädtehen wurde erst mit
seiner Erhebung in den Status einer Bezirkshauptstadt zu einem
Industriestandort, dessen Produktion im
Vergleich zu 1964 auf das dreißigfache gestiegen ist. Vor allem sind es
Argrarer-zeugnisse wie Milch, Fleisch und Bier, das nach tschechischer
Technologie gebraut wird und als das beste in Litauen gilt.
Seit 1261 ist Utena bekannt. Seine Wurzeln sind die Burgberge in der
Nähe des Dorfes Narkunai. Während des 13. und 14. Jahrhunderts stand
dort eine ansehnliche Siedlung. Sie ist wahrscheinlich während der
Kämpfe zwischen den Thronprätendenten Svitrigaila und 2ygimantas im
Jahre 1435 vernichtet worden. Später wurde sie 3 Kilometer in Richtung
Nordosten verlegt.
Während der Schhwedenkriege (1700-1721) wurde Utena stark mitgenommen
und begann zu verkümmern. Durch den Brand von 1879 ist fast die ganze
Ortschaft Opfer der Flammen geworden. So sind denn kaum Zeugen der
Vergangenheit erhalten geblieben.
Zu erwähnen wäre da vielleicht die alte Poststation von 1836, die zwar
klassizistisch gehalten ist, aber auch Elemente der Volksarchitektur
aufweist. 1854 wurde hier eine Telegrafenstation eingerichtet.
Erst 1979 erhielt die Post ein neues, geräumigeres Gebäude.
In der Kirche Christi Himmelfahrt (1880-1884) gibt es einige wertvolle
Kunstwerke.