VYDUNAS-KULTURZENTRUM KINTAI

Adresse
Struktur des Vydunas-Kulturzentrum Kintai
Information für Besucher
Zusätzliche Angebote
Museumsbestände
Dauerausstellung
Galerie “Palepe
Kunstschule Kintai
Musikschule Kintai
Fragmente der Geschichte des Vydunas-Kulturzentrum Kintai
Vydunas



 


Adresse
Kintai, LT-99050, Kreis Silute
Tel. +370-41-47379.
E-mail: vydunas@delfi.lt 
Das Vydunas-Kulturzentrum Kintai befindet sich im Zentrum des Städtchens, direkt an der Bushaltestelle.

Struktur des Vydunas-Kulturzentrum Kintai
Vydunas-Museum;
Galerie “Palepe” (“Dachboden”);
Kunstschule Kintai;
Musikschule Kintai.

Information für Besucher
Das Museum ist für Besucher geöffnet:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr.
In jedem konkreten Fall ist es möglich, ein Museumsbesuch telephonisch zu bestellen.
Für den Museumsbesuch ist ein Eintrittspreis zu bezahlen.

Zusätzliche Angebote
Jeder Besucher kann nach Wunsch mit dem Leben und Schaffen des Aufklärers von Kleinlitauen Vydunas und mit der Vergangenheit von Kintai und der Haffregion bekannt gemacht werden. Er hat die Möglichkeit, die Ausstellungen in der Galerie “Palepe” und die Kunstschule Kintai zu besuchen, die Arbeiten der Schüler zu besichtigen und die jungen Autoren selbst kennenzulernen.

Museumsbestände
Die Museumssammlung besteht aus Exponaten, die vom Leben und Schaffen des Schriftstellers und Philosophen Vidunas (1868-1953) zeugen. Dazu gehören persönliche Sachen von Vydunas, Fotografien, Erinnerungen, Bücher und Zeitschriften, die von ihm herausgegeben wurden.
Außerdem sammelt das Museum Exponate, die von den wichtigsten Perioden der Geschichte von Kintai, von der Haffregion und von Kleinlitauen zeugen.

Dauerausstellung
Die ausstellung macht mit dem Leben, der Tätigkeit und dem Schaffen von Vydunas bekannt. Hier werden seine Bücher und Fotografien aus verschiedenen Perioden seines Lebens gezeigt. Das wichtigste Exponat ist hier die Harfe von Vydunas.

Galerie “Palepe”
Die Galerie befindet sich im Obergeschoß des Museumsgebäudes. Hier werden Kunstausstellungen, Kammerveranstaltungen und Begegnungen mit Künstlern organisiert sowie wichtige Daten der Kulturgeschichte gefeiert.
Jeden Sommer finden hier Tage der Freilichtmalerei statt. Die Künstler haben dadurch die Möglichkeit nicht nur zu malen, sonder auch die Stadt Kintai kennenzulernen. Nach jedem von diesen Sommerlagern bleibt ein Teil der
geschaffenen Werke im Kulturzentrum. Auf diese Weise wird in Kintai ein Bestand an Kunstwerken gesammelt, der mit der Zeit an die geplante Kunstgalerie von Kleinlitauen in Silute übergeben wird.

Kunstschule Kintai
Die Kunstschule Kintai wurde 1994 gegründet. Sie wird von etwa 50 Kindern aus dem Städtchen und den Umgebungen besucht, die von 2 Lehrern betreut werden. Im Laufe von vier Jahren lernen hier die Schüler Kunstgeschichte, Zeichnen, Malerei, Plastik und andere Kunstarten. Zum Schulabschluß muß jeder Schüler eine Diplomarbeit vorlegen, deren Bewertung im Abschlußzeugnis vermerkt wird.
Die Schule veranstaltet Ausstellungen und unterhält Kontakte mit anderen ähnlichen Bildungseinrichtungen.

Musikschule Kintai
Die Schule wurde 1983 gegründet. Die Kinder werden hier mit den Grundlagen der Musik bekannt gemacht und lernen Klavier spielen.

Fragmente der Geschichte des Vydunas-Kulturzentrum Kintai
Das Vidunas-Museum wurde 1994 als Zweigstelle des Museums in Silute gegründet.
Anfang 1998 gründete die Kreisverwaltung Silute das Vydunas-Kulturzentrum Kintai als eine selbständige Institution. Das Zentrum befindet sich in der alten Schule von Kintai, die 1705 gebaut wurde. In dieser Schule war1888-1912 der Philosoph und Schriftsteller Vydunas als Lehrer tätig.

Vydunas
Vydunas (Pseudonym von Vilius Storosta) wurde 1868 in Jonaiciai (Kreis Silute) geboren. 1888 absolvierte er das Lehrerseminar in Ragaine und begann seine Lehrerlaufbahn als dritter Lehrer der Grundschule in Kintai. Hier war er bis 1892 als Lehrer für Litauisch, Deutsch, Geographie und Körperkultur tätig.
Als Vydunas nach Kintai kam, war er bereits an Schwindsucht erkrankt, die damals für unheilbar galt. Doch er folgte genau allen Vorschriften seiner Ärzte und wurde gesund.
1891 heiratete Vydunas in der Kirche von Kintai seine Haushälterin Klara Fülhaz.
Während der Arbeitszeit in Kintai machte Vydunas das höhere Lehrerexamen und zog dann nach Tilsit über, wo er Lehrer an der neu gegründeten Knabenschule wurde. Dort war er bis 1912 als Lehrer für Englisch und Deutsch tätig.
In Tilsit wurde Vydunas als Aufklärer und Kulturschaffender bekannt. Hier schrieb er seine wichtigsten philosophischen Werke: “Visatos saranga” [“Der Bau des Weltalls”], “Mirtis ir kas toliau” [“Der Tod und was danach”], “Musu užduotis” [“Unsere Aufgabe”], “Samone” [“Bewußtsein”] u. a.
1944 ging Vydunas aus Tilsit nach Deutschland. 1946 wurde er von den dortigen Litauern nach Detmold eingeladen und mit einer Unterkunft versorgt. In dieser Zeit ordnete er seinen Nachlaß. Vydunas starb 1953.
1991 wurde der letzte Wille Vydunas’ endlich erfüllt. Er durfte in der Heimaterde ruhen. Seine sterblichen Überreste wurden in der Nähe seines beliebten Rambynas-Berges, auf dem kleinen Friedhof in Bitenai, begraben.


© Das litauische Museum für bildende Kunst
© In der Assoziation der litauishen Musee
© Samogitia Kulturstiftung
© Institut für Mathematik und Informatik

Erneut: 2006.01.31
Anregungen, Fragen: samogit@delfi.lt