AUSSTELLUNG DER LEONAS URBONAS
Ausstellungssaal Juodkrante, 2003 06 05 - 2003 09 15

Vor vierundfünfzig Jahren haben mehrere Tausende Litauer aus den deutschen Asyllagern nach einer langen Reise die Strände vom weit entfernten Australiens erreicht. Eine kleine, jedoch arbeisame Gruppe litauischer Künstler war fähig, nicht nur ausleben zu können, sondern auch in Australien bekannt zu werden. Heute behaupten die Kunstkritiker Australiens, dass die Litauer viel zum Fortschritt und zur Wiederbelebung der australischen Kultur beigetragen haben. In der Ausstellung werden die Werke des Mitglieds dieser Gruppe Leonas Urbonas ausgestellt.

Leonas Urbonas wurde 1922 im Dorf Padustelis, in der Nähe von Dusetos geboren. 1945-1946 lernte er in Hanau (Deutschland) in einem Kunststudium, das durch die Künstler Kostas Jezerskis und Vaclovas Kaminskis im Asylantenlager errichtet wurde. 1946-1947 studierte er die Kunst in der Kunstakademie Stuttgart. 1948 war er nach Australien abgereist, nach drei Jahren ist er aber wieder nach Europa zurückgekommen. Er wohnte in Deutschland, in der Schweiz und in England. 1953 hat er sich endgültig in Sidney niedergelassen. 1957-1966 nahm er an verschiedenen Kunstbewerben aktiv teil, hat eine Anerkennung gefunden und zahlreiche Auszeichnungen verdient. 1960 wurde Leonas Urbonas in Contemporary Art Society of Australia aufgenommen. Er ist ein ständiger Teilnehmer aller bedeutsamen Ausstellungen, die in Australien veranstaltet werden.

Im Litauischen Kunstmuseum werden zahlreiche Malereiwerke von Leonas Urbonas mit einer interessanten und komplizierten plastischen Problematik bewahrt. Bei der Beurteilung seines künstlerischen Schaffens hat Frau Dr. Irena Kostkeviciute folgendes geschriebnen: „Mit der Sprache der abstrakten Kunst konnte der Künstler sich überzeugend zeigen und eine eigenartige Weltanschauung finden. In seinen Werken herrschen vorwiegend transformierte Eindrücke der organischen Natur, es wird nach einer Bedeutungswiedergabe symbolischer Formen gesucht, dabei wird eine Übereinstimmigkeit von reichen Strukturformen und freien sowie impulsiven Improvisationen erreicht“.

 


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Erneut: 2011.03.21
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