SKUODAS
Die
Stadt ist Bezirkszentrum im äußersten Nordwesten Litauens an der
lettischen Grenze. Die ganze Region ist landwirtschaftlich bestimmt,
aber die Böden sind von Steinen aller Größe durchsetzt, und es
kostet die Bauern unendliche Mühe, sie zu "säubern".
Der Name des Ortes wird zum ersten Male in der
"Livländischen Reimchronik" im Zusammenhang mir der hier
1259 stattgefundenen Schlacht genannt. Die Armee der Zemaiten hatte
hier bei Skuodas den von einem erfolgreichen Raubzug schwer beladen
heimkehrenden Truppen des Schwertritterordens aufgelauert und sie
geschlagen.
Ab 1567 ist Skuodas eine Kleinstadt mit einer Kirche,
1572 erhält es die Stadtrechte. Der Ort wuchs rasch um den Marktplatz
herum, in dessen Mitte das Rathaus, und um den herum die
Handelshäuser standen. Leider sind diese Gebäude nicht erhalten
geblieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind nur noch spärliche Reste
der Altstadt zu sehen, darunter die architektonisch wertvolle
evangelische Kirche von 1821. Es gibt auch eine katholische Kirche der
Heiligen Dreifaltigkeit, im romantisierenden Stil, 1844 geweiht, und
eine russisch-orthodoxe Kirche von 1887. Das Städt-chen ist nach dem
Kriege recht sorgfältig geplant und erweitert worden, ein Park wurde
angelegt, ein Stausee.
Durch Litauen und ehemaliges Ostpreussen".
Vilnius, Mokslas", 1990