BIRSTONAS

Stadtwappen BirstonasAn der großen Flußschleife des Nemunas liegt der bekannte Kurort Birstonas. Jährlich erholen sich hier an die 50 000 Kurgäste. Die Sanatorien sind ganzjährig geöffnet, denn in ihnen werden Mineralbäder, Heilinhalationen, Bewegungstherapien und andere Anwendungen verabreicht. Auch die Mineralwasser sollen heilende Kräfte besitzen.

Die Chroniken des Deutschen Ordens erwähnen die Stadt schon im 14. Jahrhundert, denn auf dem Vytautas-Berg stand eine Holzburg, die zu der Burgenkette entlang des Nemunas gehörte. Nach der Schlacht bei Tannenberg, nach der die Kreuzritter gezwungen waren ihre "Litauerreisen" einzustellen, verfielen auch die nunmehr bedeutungslosen Burgen. Der Großfürst Vytautas hat die Burg noch einige Zeit als sein Jagdhaus genutzt. Die Fürstenjagden

wurden so vorbereitet, daß das Wild aus allen umliegenden Wäldern in die schmale Schleife den Herren vor die Flinte getrieben wurde. Besonders beliebt waren die Jagden auf Auerochsen und Bisons. Auch der österreichische Gesandte in Moskau, Sigmund Freiherr von Herberstein, war offenbar von solchen Jagden beeindruckt, denn er beschreibt in seinem 1579 erschienenen Reisebuch gerade Litauen als ein Land der Wälder und Jagden. (Siehe:

Das Alte Rußland, erschienen in der Manesse Bibliothek, Zürich 1985) Der Dichter M. Husovianus hat ebenfalls im 16. Jahrhundert geradezu einen "Gesang an den Auerochsen" verfaßt. Die Burgsiedlung hat sich nicht sonderlich entfalten können, und nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts mit Rußland verschwand sie ganz. Erst dieallerdings schon im 15. Jahrhundert erwähnten - Heilquellen haben seit Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder Menschen hierhergelockt. Bald wurde der Kurort auch international bekannt und galt sogar als schick.
In den Parks der Stadt lohnt sich ein erholsamer Spaziergang.
wurden so vorbereitet, daß das Wild aus allen umliegenden Wäldern in die schmale Schleife den Herren vor die Flinte getrieben wurde. Besonders beliebt waren die Jagden auf Aueroch sen und Bisons. Auch der österreichische Gesandte in Moskau, Sigmund Freiherr von Herberstein, war offenbar von solchen Jagden beeindruckt, denn er beschreibt in seinem 1579 erschienenen Reisebuch gerade Litauen als ein Land der Wälder und Jagden. (Siehe:

Das Alte Rußland, erschienen in der Manesse Bibliothek, Zürich 1985) Der Dichter M. Husovianus hat ebenfalls im 16. Jahrhundert geradezu einen "Gesang an den Auerochsen" verfaßt. Die Burgsiedlung hat sich nicht sonderlich entfalten können, und nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts mit Rußland verschwand sie ganz. Erst dieallerdings schon im 15. Jahrhundert erwähnten - Heilquellen haben seit Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder Menschen hierhergelockt. Bald wurde der Kurort auch international bekannt und galt sogar als schick.

In den Parks der Stadt lohnt sich ein erholsamer Spaziergang.

„Durch Litauen und ehemaliges Ostpreussen". Vilnius, „Mokslas", 1990


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Erneut: 2004.04.26
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