PÄDAGOGISCHES MUSEUM

Adresse
Information für Besucher
Zusätzliche Angebote
Museumsbestände
Dauerausstellung
Wechselausstellungen
Kulturelle und aufklärerische Tätigkeit
Fragmente der Museumsgeschichte
Andere Angaben über das Museum


 
Pädagogisches Museum

 


Logo des museumsAdresse
Vytauto pr. 52, LT-44237, Kaunas.
Tel. +370-37-206210.
Fax +370-37-207936.
E-mail: administracija@pedagoginismuziejus.lt 

Information für Besucher
MontagDonnerstag von 8 bis 17 Uhr.;
Freitag von 8 bis 16.45 Uhr.

Zusätzliche Angebote
Führungen auf Vorbestellung;
Freigabe des Museumssaals für Veranstaltungen.

Museumsbestände
Die Museumsbestände bilden etwa 38 000 Exponate, die sich auf die Geschichte des Bildungswesens seit den ältesten Zeiten bis zu unseren Tagen beziehen.

Dauerausstellung

Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart
In der Ausstellung wird die Entwicklung des Bildungswesens in Litauen von der Staatsgründung im 13. Jh. bis 1990 dargestellt. Damit zeigt man den einzigartigen Weg, den das litauische Schulwesen genommen hat, und zugleich weist man darauf hin, dass sich das Bildungssystem in Litauen auf dem gemeinsamen Fundament des gesamten christlichen Europas gebildet hat.
Neben der Pädagogikgeschichte werden in drei Abteilungen die historischen Veränderungen in der Gestaltung von Museumsstücken vorgeführt. Hier findet man sowohl traditionelle Vitrinen als auch realitätsgetreue Nachbildungen von Schulen, interaktive Möbel sowie einzigartige Projektionen von Bildern. Dabei dürfen manche Exponate berührt werden. Durch die entsprechende Beleuchtung, Farben und unterschiedliche Materialien wird der Zeitgeist einer bestimmten Etappe der Schulentwicklung im jeweiligen Raum widergespiegelt.

Die Abteilung Die Ältesten Zeiten (13.-19. Jh.) stellt vor, wie die Erfahrung des christlichen Europas in Litauen übernommen wurde und zeigt die wichtige Rolle des Jesuitenordens, der Reformationsbewegung und der Universität Vilnius auf die Entwicklung des litauischen Bildungswesens.
In der Ausstellung werden Versuche des zaristischen Russlands präsentiert, die Schule im 19. Jh. als Instrument der Russifizierung der Litauer zu nutzen, sowie die Tätigkeit von Simonas Daukantas und Motiejus Valančius vorgestellt, die sich als Erste für den Erhalt der litauischen nationalen Schule aktiv eingesetzt haben. Besonderes Augenmerk gilt der geheimen Schule als Ausdruck der nationalen Wiedergeburt.
Die Ausstellung umfasst über 60 authentische Exponate: die vom 18.-19. Jh. stammende lituanistische Literatur, Lehrbücher, Schülerhefte, Schulglocke, Tintenfässer und andere Schulsachen sowie Nachbildung einer geheimen Schule.

Die Abteilung Die Bildung in Litauen von 1904 bis 1940 zeigt Dokumente und Bilder, welche die Entstehung des nationalen Schulwesens Anfang des 20. Jh. darstellen, sowie die Satzung der ersten Bildungsvereine und seltene Lehrbücher.
Im Zeitraum von 1918 bis 1940 wurde im unabhängigen Litauen ein demokratisches Bildungssystem geschaffen. In den einzelnen Ausstellungsständen wird die jeweilige Bildungsstufe – vorschulische Erziehung, Grundschul-, Allgemein- und Hochschulbildung – präsentiert. Besonders interessant könnte für die Besucher die umfangreiche Ausstellung von Lehrmaterialien jener Zeit sein. Sehenswert ist auch die Nachbildung einer Grundschulklasse. Insgesamt werden über 300 authentische Exponate ausgestellt.

Die Abteilung Die Entwicklung des Bildungswesens in Litauen und im Exil von 1940 bis 1990 gibt einen Einblick in die Schulgeschichte in der Mitte des 20. Jh., die unter dem Einfluss von politischen Ereignissen stand, welche das litauische Volk auseinander gerissen hat. Hier findet man Exponate aus den 40er bis 80er Jahre: einzigartige sowjetische Bildungsdokumentation, politisch-ideologische Lernmaterialien, Schulsachen von Schülern (Schulhefte, Zeugnisse, Schulranzen, Uniformen u. a.), Lehrbücher, persönliche Gegenstände von vertriebenen Pädagogen und Schülern, die im Exil ausgestellten Abschlusszeugnisse sowie litauische Untergrundpresse. Die Bildung im Exil wird durch Bilder und Dokumentation der nationalen Schulen, Lehrbücher, Periodika und durch Gegenstände aus der Montessorischule in Chicago präsentiert. Authentische Ausstellungsstücke (360 Exemplare) und Übersichtsinformationen werden auf unkonventionelle Art und Weise vorgestellt.

Wechselausstellungen
Das Museum veranstaltet Ausstellungen zur Geschichte und zu heutigen Themen des Bildungswesens sowie Ausstellungen über berühmte litauische Lehrer und das Schulwesen in Litauen und im Ausland. Außerdem werden hier auch Ausstellungen der Arbeiten von Schülern und Lehrern veranstaltet.

Kulturelle und aufklärerische Tätigkeit
Museumsmitarbeiter beteiligen sich an internationalen Konferenzen und Seminaren, an Radio- und Fernsehsendungen, sie halten Vorträge und publizieren ihre Beiträge in der Presse. Außerdem wird im Museum das edukative Programm “Meine Heimat” realisiert und die Reihe von Museumsnachmittagen zum Thema “Lebendige Schule” veranstaltet.
Das Museum erteilt methodische Hilfe für alle Schulmuseen des Landes.

Museumsgeschichte
Das Pädagogische Museum - eines der ältesten Museen im unabhängigen Litauen - wurde 1922 durch die Kommunalverwaltung Kaunas gegründet. Die Gründung erfolgte auf Initiative von Vincas Ruzgas (1890-1972), dem langjährigen Museumsleiter, gut bekannten Pädagogen, Lehrbuchverfasser und gesellschaftlichen Akteur.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Museum geschlossen.
1958 erhielt das Museum die Bezeichnung Staatliches Pädagogisches Museum und der Zugang zur Ausstellung wurde den Besuchern wieder ermöglicht. 1980 wurde die erste Ausstellung zur Entwicklungsgeschichte des Bildungswesens in Litauen eröffnet. Nach dem Gründerwechsel 2002 wurde das Museum in Pädagogisches Museum (Bezirk Kaunas) umbenannt.
Das Museum wird von Živilė Jakaitė geleitet.

Andere Angaben über das Museum
Das Museum initiierte den Wiederaufbau des Montesori-Systems in Litauen, es führt Forschungen der Geschichte des Schulwesens in der litauischen Diaspora und wissenschaftliche Expeditionen in litauische Schulen außerhalb des Landes durch.

Fotos von E. Butkevicius


© Das litauische Museum für bildende Kunst
© In der Assoziation der litauishen Musee
© Samogitia Kulturstiftung
© Institut für Mathematik und Informatik

Erneut: 2010.04.15
Anregungen, Fragen: samogit@delfi.lt